Sehr geehrte Damen und Herren der Gebühreneinzugszentrale,
heute musste ich mit Erstaunen feststellen das Sie mir erneut eine Anmeldungsaufforderung geschickt haben.
Da ich Ihnen nie meinen neuen Wohnort mitgeteilt habe, muss Ihre Überwachungsabteilung mich anderweitig gefunden haben, herzlichen Glückwunsch! Ihre Methoden erinnern mich an gewissen Aktivitäten einer inzwischen geschlossenen ostdeutschen Überwachungsbehörde. Eine Tatsache verwundert mich jedoch etwas. Ich lebe immer noch mit der gleichen Frau zusammen wie vor drei Jahren, damals haben wir unser Radiogerät gemeinsam angemeldet. Da sie ja anscheinend so gute Kontakte in das bundesdeutsche Meldewesen haben, müsste Ihnen auch bekannt sein, das ich diese Frau inzwischen geheiratet habe und wir deshalb wohl folgerichtig immer noch ein Radio gemeinsam verwenden.
Ich unterstelle einfach das Sie einzig und alleine darauf aus sind für das fragwürdige Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Ihren immensen Wasserkopf an Verwaltung frisches Kapital zu beschaffen und Sie deshalb nicht davor zurückschrecken zahlende Kunden zu belästigen. Ich will hoffen, das Sie das in Zukunft unterlassen.
Es gibt allerdings auch positives zu vermelden: Man kann Ihnen inzwischen online antworten, unter Angabe des Aktenzeichens und der PLZ, sehr einfach und schön. Leider wird darauf im Anschreiben nicht hingewiesen, es liegt wie gehabt ein Rückumschlag bei, den man selber (!) freimachen darf.
Nachdem ich das Formular ausgefüllt habe ist mir eingefallen, das Sie dies ja dazu nutzen könnten, mich als Nutzer eines sogenannten „Neuartigen Rundfunkgerätes“ zu identifizieren. Wie gut das dieses Rundfunkgerät dem Besitzer des Internetcafés meines Vertrauens gehört, und der hat schon GEZahlt.
Mit freundlichen Grüßen
Der Sprink